Der Alpha Mann

einfuehrung in die verführung_coverAuszug aus “Einführung in die Verführung – Erfolgreiche Strategien und Techniken” von Hans Georg Birkenfeld und Alex Reacher

Körpersprache (und natürlich deren Beherrschung) ist die Königsdisziplin im Pick-Up Spiel. Und im restlichen Leben ebenfalls. Denke daran, nur zehn Prozent dessen, was wir sagen, kommt in den Worten rüber, der Rest ist Körpersprache! Was auch immer Du sagst, es steht in direkter Verbindung mit Deiner Körpersprache. Zeigst Du eine selbstsichere und selbstbewusste Haltung, so werden auch der Dialog oder Deine gesprochenen Worte selbstsicher und überzeugend klingen und rüberkommen. Du wirst nicht über Deine eigenen Worte stolpern, sie können fast bedeutungslos sein, die Unterhaltung fließt und kommt nicht als einstudiert daher. Du musst Dich weniger darum kümmern, was Du sagst und daher wird das Gespräch automatisch flüssiger.

Wenn Du gehst, gehe mit einer Bestimmung, mit einem Vorsatz. Ich bewege mich selbstbewusst, mit einem kleinen Schuss Übermut oder Frechheit. Ich bewege mich, als wäre ich jemand. Einige mögen sagen, ich sei eingebildet und denke, ich sei besser als andere. Wenn ich eine Bar, eine Kneipe oder einen Club betrete, so bewege ich mich genau so. Komme ich in weiblicher Begleitung, so komme ich Arm in Arm mit einer, sind es mehrere, sind diese nah bei mir. Ich gehe aufrecht mit herausgedrückter Brust und ich trage ein Lächeln im Gesicht. Ich lache vielleicht sogar, ich habe mehr Spaß als alle anderen hier. Ich komme herein, als sei es mein Club, mein Laden. Komme ich mit ein paar Jungs, gehe ich genau so. Ich gehe mit selbstsicherem Gang, Kopf hoch, Brust raus und ein Lächeln im Gesicht. All dies sind körpersprachliche Signale, die sagen, ich bin selbstbewusst, interessant, ich habe etwas zu bieten, ich habe Spaß, und man kann Spaß mit mir haben. Ich komme herein und jeder in dem Laden möchte mich kennen lernen.

Lass uns das kurz zusammenfassen. Wenn Du mit Frauen ausgehst und mit Frauen gesehen wirst, ist das eine gute Sache. Die Frauen, die das beobachten, empfinden dabei so etwas wie die die Zustimmung oder den Gutbefund von einer Geschlechtsgenossin, d.h. Du hast bereits eine kleine Hürde genommen. Sie denken nun, all diese Girls sind bei diesem Typen, er muss ja ziemlich cool sein!

Die Frauen, mit denen Du da bist, kennen Dich ja offenbar und finden Dich augenscheinlich interessant. Wenn Du also irgendwo hinkommst in Begleitung von Frauen, sind alle anderen Frauen in der Bar oder in dem Club überzeugt davon, dass an Dir ja was dran sein muss!

Ich gehe sogar einen Schritt weiter und nehme meine Damen in den Arm und lache mit ihnen. Ich bin nicht nur mit Damen hier, sie sind mit mir hier und sie berühren mich. Außerdem lachen wir viel und haben augenscheinlich eine Menge Spaß zusammen. All diese Girls in der Bar, die ich mir gleich näher ansehen werde, denken jetzt bereits, dass ich ja wohl ein interessanter Typ sein muss, mit all diesen Mädels um mich herum, sie lachen alle, er muss etwas zu bieten haben, den würde ich auch gerne kennen lernen! Das alles zeigst und kommunizierst Du bereits, wenn Du durch die Tür kommst.

Gehe ich mit meinen Freunden aus, ist es fast das Gleiche. Ich achte darauf, als das Alpha Männchen zu erscheinen. Alle meine Freunde haben von mir gelernt, und so betreten wir die Bar auf fast die gleiche Weise. Es ist schon fast wie ein Witz, wir alle treten mächtig Macho auf, Schultern zurück, Kopf hoch und Brust raus. Wir lachen und scherzen, und wir alle tragen ein Lächeln auf dem Gesicht. Wir zeigen jedem, dass wir eine Menge Spaß haben, wir sind schnell der Mittelpunkt jeder Party. Continue reading

Die Mimik lügt nicht!

Lange bevor die frühe Menschheit eine Sprache entwickelte, war die Körpersprache – und damit die Mimik – das Mittel der Wahl, um Informationen zwischen den einzelnen Individuen auszutauschen. Liebe oder Abneigung, schmeckt oder schmeckt nicht, lies sich zum Beispiel recht leicht am Gesichtsausdruck des Gegenübers ablesen.

Wir wissen von den Anthropologen, dass sich die Sprache zuerst beim Homo Sapiens entwickelte, der damit einen überlebenswichtigen Vorteil vor seinen Zeitgenossen, den Neanderthalern, hatte, obwohl sie dem körperlich weit unterlegen waren. Es zeigt sich bis heute, dass zum Überleben der menschlischen Spezies wohl eher mehr Intelligenz erforderlich war und ist, als einfache körperliche Kraft. Noch heute verbinden wir mit den kräftigen, muskulösen Typen eher eine gewisse intellektuelle Bescheidenheit.

Wichtig in unserem Zusammenhang ist aber, dass die Mimik das Gefühlsleben eins zu eins widerspiegelt, die Sprache aber unabhängig davon funktioniert.

Die Kontolle der Gesichtsmuskeln und der Körpersprache ist sehr schwierig und zum Teil

gar unmöglich, während man auf der anderen Seite mit einem Lächeln die größte Unwahrheit sagen kann.

Versuchen Sie einmal, beim Empfinden eines Schmerzes oder großer Trauer ein heiteres Gesicht aufzusetzen, es wird Ihnen nur schlecht oder gar nicht gelingen.

Die Mimik lügt nicht, aber die Sprache kann das sehr wohl! Erst mit der Entwicklung der

Sprache konnte die Menschheit auch lügen, Ränke schmieden und Intrigen entwickeln.

Wenn Sie also lernen, auf die untrüglichen Zeichen der Körpersprache und der Mimik zu achten, so werden Sie eher erfahren, was ihr Gesprächspartner wirklich denkt, egal, was er sagt.  Auch wenn Sie es nicht gelernt haben, darauf detailliert zu achten, so bleibt oft ein gewisses “komisches Gefühl”, wenn wir belogen werden. Wir nehmen die Signale der Mimik unterbewusst sehr wohl wahr und hören etwas, was damit nicht übereinstimmt, das heisst, wir empfangen widersprüchliche Signale. Dann können wir zwar nicht genau sagen, was hier nicht stimmt, aber wir fühlen deutlich, dass uns hier wohl nicht die ganze Wahrheit gesagt wurde.

Die Mimik und das Verstehen derselben ist eben um ein vieles älter als die Sprache und

tief in uns verwurzelt.

Wir müssen also, wenn wir die Körpersprache und die Deutung neu erlernen wollen, nur altes und tief vergrabenes Wissen neu aktivieren, um dann laut und deutlich auch zwischen den Zeilen die eigentliche und unverfäschte Nachricht lesen und verstehen zu können.

In seinem Buch “Körpersprache deuten – Wege zu Erfolg und Anerkennung” hat Hans Georg Birkenfeld eine kleine Abhandlung veröffentlicht, die sich dem Interessierten Leser als Einstieg in das Thema empfielt.